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 CD     
  Haydn, Jospeph 
Sinfonien Nr. 92 / Nr. 96 / Nr. 97

Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Hugh Wolff
| DIRIGENT


Jospeh Haydn
Sinfonie Nr. 92 in F-Dur "Oxford"
Sinfonie Nr. 96 in D-Dur "Le Miracle"
Sinfonie Nr. 97 in C-Dur


Auf dem Label des Hessischen Rundfunks „hr-musik.de“ ist in der Rubrik „klassik“ eine neue RSO-Produktion erschienen. Hugh Wolff hat mit dem RSO Frankfurt drei Sinfonien von Joseph Haydn eingespielt: die Sinfonien Nr. 92 G-Dur „Oxford”, Nr. 96 D-Dur, „The Miracle” und Nr. 97 C-Dur. Hugh Wolff und Haydn – das ist immer eine interessante und spannende Kombination. Der Chefdirigent des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt gilt als Kapazität auf dem Gebiet von klassischem Witz und Humor. Mit seiner historisch bewussten, frisch musizierten Einspielung dieser drei Sinfonien aus Haydns Londoner Zeit belegt er einmal mehr seine große Kompetenz als Haydn-Interpret.

Mit Bedacht hatte Haydn die Sinfonie Nr. 92 für die Feierlichkeiten zu seiner Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Oxford im Juli 1791, die ihr den Beinamen „Oxford“-Sinfonie eintrug, gewählt. Obwohl für Paris geschrieben, zeigt sie bereits das hohe kompositionstechnische Niveau der „Londoner“. Sie brachte Haydn bei ihrer ersten Aufführung in London wenige Monate zuvor einen bis dahin nie erlebten Publikumserfolg ein und gehört zu seinen avanciertesten Kompositionen. Die chronologisch erste „Londoner“ Sinfonie Nr. 96 erlebte ihre Uraufführung im März 1791 im selben Konzert, in dem Haydn auch die Sinfonie Nr. 92 präsentierte. Auf die gekonnte Mischung aus musikalischen Rückgriffen, populären Melodien und moderne Satz- und Gestaltungsprinzipien reagierten die Zuhörer mit überschwänglichem Enthusiasmus. Ihren Beinamen „Das Mirakel“ erhielt die Sinfonie Nr. 96 aufgrund eines überlieferten Zwischenfalls, der sich – wie wir heute allerdings wissen – erst Jahre später, während der Aufführung einer anderen Haydn-Sinfonie ereignet hat: Ein Kronleuchter stürzte von der Saaldecke herab, verletzte aber glücklicherweise niemanden. Das „Mirakel! Mirakel!“, das die Zuhörer seinerzeit ausgerufen haben sollen, ist jedoch auf wundersame Weise an der Sinfonie Nr. 96 haften geblieben.

Zur Gruppe der ersten sechs „Londoner Sinfonien“, die während Haydns erster London-Reise (1791-92) entstand, gehört auch die Sinfonie Nr. 97. Sie ist die letzte in einer langen Reihe von Sinfonien in Haydns „festlicher“ Tonart C-Dur und wirkt mit ihren kühnen harmonischen Wendungen und gewagten instrumentationstechnischen Raffinessen ausgesprochen modern. Besonders die langen, „am Steg“ zu spielenden Abschnitte im langsamen Variationsatz müssen in ihrem hellen, scharfen Charakter Haydns Publikum seinerzeit wahrhaft unerhört geklungen haben.

„Bei der Aufnahme“, erklärt Hugh Wolff zu dieser neuen CD-Einspielung, „haben das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und ich versucht, innerhalb des Rahmens eines modernen Orchesters einen historisch genauen Klang zu schaffen.“ So wurden unter anderem nachgebaute historische Instrumente für die Trompeten-, Hörner- und Paukenpartien eingesetzt und ein aus der Partitur improvisierendes Cembalo, so wie es Haydn bei seinen Londoner Konzerten seinerzeit getan hat.


hr-musik
Best.-Nr.: hrmk 015-03
15,- €

Weitere Informationen: www.hr-musik.de.




Bild
 Innsbruck, Tiroler Landestheater
© Rupert Larl



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