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  Oboenkonzerte 
Denissow | Eschpaj | Goldmann | Kirchner | B.A. Zimmermann

Edison Denissow / Andrej Eschpaj / Friedrich Goldmann / Volker David Kirchner / Bernd Alois Zimmermann – fünf gleichermaßen profilierte wie beeindruckende Oboenkonzerte aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellt diese Doppel-CD vor, eingespielt vom langjährigen Solo-Oboisten des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt, Fabian Menzel.


Fabian Menzel | OBOE
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Friedrich Goldmann / Eliahu Inbal / Dmitrij Kitajenko
| LEITUNGLeitung


CD 1:
Volker David Kirchner
Konzert fĂĽr Oboe und Orchester (1998)
Friedrich Goldmann
Konzert fĂĽr Oboe und Orchester (1978/79)
1. Andante
2. Allegro

CD 2:
Edison Denissow
Konzert fĂĽr Oboe und Orchester (1986) 1. Tranquillo
2. Agitato
3. Tranquillo
Bernd Alois Zimmermann
Konzert fĂĽr Oboe und kleines Orchester (1952)
1. Hommage Ă  Strawinsky: Allegro con brio
2. Rhapsodie: Sostenuto molto
3. Finale: Vivace
Andrej Eschpaj
Konzert fĂĽr Oboe und Orchester (1982)


Die Komponisten

Volker David Kirchner
Als »Rufer in der Wüste« hat sich Volker David Kirchner einmal bezeichnet, als er auf den abgründigen Pessimismus der meisten seiner Werke angesprochen wurde. Gewalt, Machtmissbrauch, Schmerz und Angst sind die zentralen Themen, die den 1942 geborenen, »frühkindlich Traumatisierten« immer wieder beschäftigen. Mit seiner Musiksprache lag der Schüler Bernd Alois Zimmermanns dabei lange quer zur gängigen Ästhetik, denn Kirchner bekennt sich implizit auch zur musikalischen Tradition, zu jener Musik, mit der er aufgewachsen ist, die er unbewusst im Ohr hat und der er nicht einfach durch Setzung entfliehen kann. In seinem 1998 als Auftragswerk des Hessischen Rundfunks entstandenen Oboenkonzert stellte sich Kirchner die Aufgabe, »die Natur des Instrumentalen klanglich zu erforschen und zum Thema einer konzertanten Form zu machen«. Das Soloinstrument tritt hier nicht als Virtuose auf (obwohl durchaus virtuose Abschnitte für den Solisten existieren), es wächst vielmehr aus dem Orchesterklang heraus: »Die Klangerfindung, das Verweben von Klang wird im Spiel der Oboe zum Thema«, erläutert Kirchner. »Wie ein Naturlaut – das ist eine Annäherung an Gustav Mahler, und das verborgen hörbare absteigende Quartmotiv aus seiner 1. Sinfonie soll auch den Weg in die Shakespeare'schen Waldszenen meines Konzertes öffnen.«

Friedrich Goldmann
Friedrich Goldmann zählte zu jener Generation jüngerer Komponisten, die sich Ende der 60er Jahre von der dogmatischen Ästhetik der DDR emanzipierten und Anschluss an die westeuropäische Moderne suchten. Seine Kompositionen sind geprägt von der Verarbeitung und Hinterfragung klassischer Formmodelle und Strukturmuster und entwickeln eine expressive Klanglichkeit. Das Oboenkonzert schrieb Goldmann 1978/79 auf Anregung Burkhard Glaetzners. Es gehört nach seiner Aussage in eine Reihe von Stücken der 70er Jahre, denen ein kompositorisches Grundprinzip gemeinsam ist: »der Aufbau von Klangprozessen als Konsequenz zentrifugaler Kräfte einer vorgeprägten, numerisch-seriellen musikalischen Grundstruktur.« Das Werk erscheint eher als ein ausgedehnter sinfonischer Diskurs mit obligatem Solisten denn als Konzert. »Das musikalische Geschehen im ersten Satz wird von der Oboe bestimmt«, so Goldmann, »das Orchester nimmt auf, führt weiter, gibt seinerseits Neuformulierungen, die dann auf die Oboe zurückwirken. Im zweiten Satz kehrt sich dieses Verhältnis um: Die entscheidenden Aktionen gehen vom Orchester aus, in das sich die Oboe einblendet, ihrerseits den großen Apparat zu verändertem Verhalten nötigend. Es handelt sich also in den beiden Sätzen um ein polares Aktions-Reaktions-Verhalten zwischen den konzertierenden Parteien.«

Edison Denissow
Edison Denissow gilt heute als einer der führenden Repräsentanten der sowjetischen Nachkriegsavantgarde. Wegen seiner kompositorischen Kompromisslosigkeit und Unabhängigkeit war er in seiner Heimat allerdings lange Jahre Angriffen und Behinderungen ausgesetzt, die von öffentlichen Diffamierungen bis zu Aufführungsverboten reichten. In seinem kompositorischen Œuvre spielten Instrumentalkonzerte schon früh eine besondere Rolle. Denissow schuf einen neuartigen Typus des lyrischen Konzerts, in dem Solist und Orchester nicht miteinander konkurrieren, sondern individuelle lyrische Monologe ausbilden. Dabei macht Denissow von zahlreichen zeitgenössischen Kompositionsverfahren Gebrauch. Gleichzeitig liebt er transparente, gut hörbare Klänge: so vermeidet seine Musik Massierungen, lässt »Zwischenräume« und erlaubt es, melodische Linien zu verfolgen. Sein Oboenkonzert entstand 1986 im Auftrag von Heinz Holliger. Die Partitur lässt an Werke Ligetis denken: Verwendung von Vierteltönen; divisi spielende Violinen, Flöten, Klarinetten; stark in der Horizontalen gedachte Musik. Die Solo-Oboe spielt espressivo, dolce, darf Ausdruck entwickeln in ihrer exponierten Melodik. Durch seine variable Rhythmik gewinnt das Konzert dabei insgesamt einen gleichsam improvisatorischen Charakter.

Bernd Alois Zimmermann
Als der «Älteste unter den jungen Komponisten» hat sich Bernd Alois Zimmermann selbst gesehen, und tiefgreifend wie bei kaum einem anderen deutschen Nachkriegskomponisten hat der musikalische Paradigmenwechsel der 50er Jahre seine kompositorische Spuren hinterlassen. Zunächst an den ästhetischen Idealen orientiert, deren Bezugspunkte die Musik von Hindemith und Strawinsky bildeten, verliert sich der neoklassizistische Einfluss bei Zimmermann zunehmend mit der Hinwendung zum Serialismus. Ab 1948 besuchte er die Darmstädter Ferienkurse, wo er mit jener Musik der Jüngeren in Berührung kam, die den Wandel in seinem musikalischen Denken bewirkte, der er aber gleichzeitig mit kritischer Distanz begegnete. Zimmermanns Oboenkonzert markiert diesen Wendepunkt in seiner ästhetischen Position. Erstmals vertraute er darin die Konstruktion eines gesamten Werkes einer einzigen Zwölftonreihe an. Zugleich ist er jedoch bemüht, den neoklassizistischen Sprachduktus aufrechtzuerhalten: Zimmermann legte die Zwölftonreihe so an, dass er im ersten Satz, einer Hommage à Strawinsky, Zitate aus dessen Sinfonie in C bruchlos einmontieren konnte und kompositorisch damit die Antipoden Schönberg und Strawinsky miteinander verknüpfte – »ein Gräuel für superorthodoxe Dodekaphonisten«, wie er selbst nicht ohne Anspielung konstatierte.

Andrej Eschpaj
Die Musik des Russen Andrej Eschpaj ist jenseits seiner Heimat nur wenig bekannt. Aus der autonomen Sowjetrepublik der Mari stammend, einem finnougrischen Volk, dessen Sprache und Musik mit dem Ungarischen verwandt sind, war Eschpaj Schüler von Mjaskowskij, Golubew und Chatschaturjan. Seine öffentliche Laufbahn als Funktionär des sowjetischen Komponistenverbandes verdankte er nicht zuletzt der Popularität als Lieder- und Filmmusikkomponist. In privilegierter Stellung tätig, blieb Eschpaj gleichwohl unabhängig, trat nicht in die Partei ein und setzte sich beharrlich für die Rehabilitierung angefeindeter Autoren und für den Abbau kultureller Tabus ein. Und diese Offenheit ist charakteristisch auch für seine Musik. Eschpaj schreibt eine originelle, eigenwillige Musik, geprägt von Temperament, Lebensfreude, Klangfarbigkeit und Virtuosität. Sein 1982 geschriebenes Oboenkonzert zeigt sich stilistisch ebenso vielfältig wie abwechslungsreich. Eschpaj spielt mit barocken Floskeln wie mit romantischen Ausdruckswendungen und greift immer wieder auch Jazz-Idiome auf, deren spontane Ausdrucksweise er ebenso schätzt. Das Konzert besticht durch seine reiche, expressive Lyrik, seine dramatischen Kontraste und farbige Instrumentierung und nicht zuletzt durch seinen anspruchsvoll wie brillant gestalteten Solopart.


Der Solist: Fabian Menzel

Fabian Menzel spielt seit 1983 als Solo-Oboist im Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und hat sich daneben schnell auch als Kammermusiker, Solist und Pädagoge profiliert. 1961 in Kassel geboren, studierte er schon vor dem Abitur bei Ingo Goritzki in Hannover und war Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Menzel ist Preisträger des Deutschen Musikrats 1985 und des Münchner ARD-Wettbewerbs 1986. Seit 1987 leitet er eine eigene Oboenklasse an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, die ihn in der Zwischenzeit zum Professor ernannt hat. Die verschiedenen Tätigkeitsfelder übt Menzel dabei mit der gleichen Intensität und Begeisterung aus, da seiner Meinung nach jede dieser Facetten die anderen bereichert.

Neben der vielfältigen musikalischen Arbeit im RSO Frankfurt hat Fabian Menzel als Solo-Oboist auch in anderen großen Orchestern unter so renommierten Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch und Günter Wand gearbeitet. Als Kammermusiker spielte er mit dem Pianisten Bernhard Endres eine mittlerweile 6 CDs umfassende Anthologie von Oboenwerken verschiedener Epochen ein, die große Resonanz in der Öffentlichkeit gefunden hat. Als Konzertsolist widmete er sich vor allem der Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Solistentätigkeit führte ihn dabei in viele Städte Deutschlands sowie in Länder wie Japan, Spanien und Griechenland.

Fabian Menzel ĂĽber die Entstehung der CD-Edition

Als ich 1983 vom Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und seinem Chefdirigenten Eliahu Inbal als Solo-Oboist engagiert wurde, war mir schon vor Beginn meiner Tätigkeit bekannt, dass der Komponist Volker David Kirchner Mitglied der Bratschengruppe war. Nachdem ich in Konzerten und Einspielungen seine Kammermusik kennen lernen konnte, wünschte ich mir insgeheim ein Oboenkonzert. Nach zehn Jahren fühlte ich mich bereit und habe den Hessischen Rundfunk für dieses Projekt gewonnen.
Ähnlich langfristig waren meine Pläne, die Konzerte von Bernd Alois Zimmermann und Friedrich Goldmann aufzuführen. Ich hatte die Solo-Partie des Goldmann-Konzertes zum Zeitpunkt der Uraufführung 1981 in Prag gehört und war seit dieser Zeit fasziniert davon; das Zimmermann-Konzert war zu meinen Studienzeiten ein Standardwerk für jeden Oboisten.

Für eine Aufführung des Denissow-Konzertes hat mich der Hessische Rundfunk 1991 verpflichtet. Mit unserem damaligen Chefdirigenten Dmitrij Kitajenko produzierte ich später auch das Zimmermann-Konzert, und er brachte das mir damals unbekannte Werk von Eschpaj aus seiner Heimat mit. So ergab sich für die CD-Edition ein sehr farbiges Bild unterschiedlicher Stile.
Fabian Menzel


Rezensionen

»Enge Luftverwirbelungen«

Komponisten wie Bruno Maderna und Elliot Carter haben sich als Image-Berater versucht, um die Oboe auch über das 20. Jahrhundert hinaus für den großen Konzertsaal einzustellen. Genutzt hat das wenig. Angesichts eines selbstbewussten Orchestersatzes wirkt die Oboe besonders dünnhäutig. Fabian Menzel, der sich wie Heinz Holliger glänzend im breit gefächerten Repertoire auskennt, hat nun fünf Konzerte aus den letzten fünfzig Jahren zusammengestellt, um das Bemühen um Rehabilitation zu dokumentieren - bis hin zu Volker David Kirchner, dessen Konzert 1998 auf Anregung Menzels entstand. Doch so sehr jeder seinen Weg sucht, um die markante Klangsinnlichkeit der Oboe zu verunsichern, sind die Ergebnisse ernüchternd. Friedrich Goldmann lässt die Oboe gerade mal wie durch einen Syntheziser-Oldtimer krähen; ansonsten glänzen blastechnische Experimentierfreude oder tonsprachliche Verfremdungen durch Abwesenheit. Kirchners einsätziges Werk integriert immerhin die Solo-Stimme in das Gesamtpanorama, entwickelt eine gespannte Kommunikation. Was nur bedingt auf Goldmann und Edison Denissow zutrifft. Die Energiezentrierung der Farben, Gesten, Akzente verbleibt da beim Frankfurter RSO, dem Dmitrij Kitajenko hierfür Höchstleistungen entlockte. Während Menzel mit virtuosen Langstreckenläufen und der äußerlich wirkenden Lyrizität allein dasteht. Wenigstens in den von Jazz und Klassizismus beeindruckten Konzerten B. A. Zimmermanns und Andrej Eschpajs entsteht plötzlich ein gemeinsames - wenn auch nicht unbedingt neues - Leben.
Svenja Klaucke, Fono Forum, 12/2003

»In einem wirklich starken Feld«

Die Oboe gibt den Ton an. Wenn ein Sinfonieorchester beim Einstimmen die gemeinsame Basis sucht, hat der Oboist seinen großen Auftritt – sein Kammerton a ist das Maß aller Dinge. Doch dann ist es meistens schnell auch wieder vorbei mit dem Ruhm des Oboisten. Viele Solokonzerte hat ihm die Musikgeschichte nicht gerade beschieden, obwohl dieses Instrument eigentlich alles bietet, was man zum' klassischen Solo-Brillieren braucht: Tragfähigkeit, Agilität und eine zutiefst menschliche Klangkomponente. Ja, die Oboe ist die vox humana unter den Orchesterinstrumenten.
Der 1961 in Kassel geborene Fabian Menzel, seit 20 Jahren Solo-Oboist des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt, hat sich nicht nur aus Ermangelung von Alternativen auf die Solo-Literatur der 20. Jahrhunderts spezialisiert. Dass es hier eine ganze Menge Hörenswertes gibt, zeigt eine Neuproduktion des Labels »hr-musik.de«, der Hausmarke des Hessischen Rundfunks. Auf gleich zwei CDs wurden da fünf Oboenkonzerte zusammengeführt, die alle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden. Manche nur so kurz wie ein barockes Concerto, manche so lang wie eine romantische Sinfonie, alle aber in jenem sinnlich-sanglichen Ton gehalten, den man der Oboe seit ihrer Erfindung nachsagt. Keiner der Komponisten wollte das »hohe Holz« (hautbois) gewaltsam umschnitzen.
Der fabelhafte Fabian Menzel, in Frankfurt auch als Oboen-Professor an der Musikhochschule aktiv, hat diese fünf Konzerte im Laufe der 1990er Jahre gespielt, sie wurden teils live mitgeschnitten, teils im Sendesaal für die CD produziert. Das RSO Frankfurt wird dabei von Eliahu Inbal, Dmitrij Kitajenko oder – im Fall des Oboenkonzerts von Friedrich Goldmann – vom Komponisten selbst dirigiert. Dem Goldmann-Konzert kommt rein zeitlich das größte Gewicht zu, doch zeigen die übrigen fast noch mehr Kontur: Von Volker David Kirchner, früher selbst RSO-Mitglied am Bratschen-Pult und damit ein Kollege Menzels, stammt das neueste Werk dieser CD, es ist eine Auftragskomposition des HR aus dem Jahr 1998 – und es geriet längst nicht so nachdrücklich pessimistisch gefärbt wie es für das Gesamtwerk dieses Mainzer Komponisten zum Stil gehört. Bernd Alois Zimmermann steuerte das älteste Konzert bei (1952), es ist eine unüberhörbare (und auch durchaus so gemeinte) Strawinsky-Hommage, mit all jenen rhythmischen Zündsätzen, die zur Handschrift des Russen gehörten und die Zimmermann teils wörtlich zitiert.
Original russisch sind dann Edison. Denissow und Andrej Eschpaj mit ihren Oboenkonzerten, und letzterer ist zwar der unbekannteste unter den fünf hier vertretenen Komponisten, doch lieferte er den kurzweiligsten Beitrag. Sein Konzert für Oboe und Orchester aus dem Jahr 1982 offeriert auf engstem Raum eine enorme Stilvielfalt, ja stilistische Unverfrorenheit: Mal klingt es nach Filmmusik,, mal nach einem Gassenhauer, bei dem man auf dem Cembalo-Bett des Orchesters den sterbensschönen Oboenpart mitzupfeifen können glaubt. Ein wenig Jazz, ein wenig Elegie, von nichts zu viel, kein Effekt wird überreizt.
In einem wirklich starken Feld behauptet sich Andrej Eschpaj, dieser Komponist aus dem finnougrischen Volk der autonomen Republik Mari mit einem Virtuosenkonzert klassischer Art. Da ist alles drin, was den Oboisten, und nicht nur ihn, glĂĽcklich macht.
ick, Frankfurter Rundschau, 8. Januar 2004

»Hervorragend repräsentiert«

Diese fünf Konzerte entstanden alle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem Zeitraum von fast 50 Jahren. Daraus ergibt sich eine spannende, aber keinesfalls nahtlose Zeitreise durch die Gefilde neuer, jedoch nicht experimenteller Musik jener Jahre. Nahtlos nicht, da zwischen der Entstehung des ältesten (1952, Bernd. Alois Zimmermann) und des nächst datierten Konzertes (1978/79, Friedrich Goldmann) eine erhebliche zeitliche Lücke klafft. Die übrigen entstanden dann in dichterer Folge 1982 (Andrej Eschpaj), 1986 (Edison Denissow) und 1998 (Volker David Kirchner). Letzteres ist Fabian Menzel gewidmet, dem famosen Solooboisten der Frankfurter Radiosinfoniker, wie auch bei den meisten übrigen Stücken namhafte Oboisten Pate gestanden haben. In allen werden die spieltechnischen und klanglichen Möglichkeiten des Soloinstrumentes ausgelotet. Neben diesem naturgemäß begrenzten Material erweist sich das Orchester mit seinen mannigfaltigen Möglichkeiten als wahre Spielwiese und wird von den fünf Komponisten auch als solche wahrgenommen. Ein spannendes, kurzweiliges Programm, das von einem erstklassigen Solisten und einem bestens disponierten Orchester hervorragend repräsentiert wird.
Holger Arnold, Stereoplay, 02/2004


Best.-Nr.: hrmn 016-03
25,- €
Booklet: 36 Seiten deutsch/english/français
2CDs / Gesamtdauer: 114:44

Weitere Informationen: www.hr-musik.de.




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